Design

Leuchtende Linien

Mentor Lichtlösungen

Im Produkt- und Industriedesign stellt sich in vielen Projekten die Aufgabe, vorhandene Produkte weiter zu entwickeln, ihren Nutzen neu zu denken und ihnen weitere Funktionen zu geben. Licht ist hier ein vielseitiges, oft aber in seinen Möglichkeiten kaum bekanntes Mittel, um dies zu erreichen und einen Mehrwert zu generieren.

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Leuchtende Linien - Ideen, Impulse und Inspirationen

Der Designer Martin Schmidt hat für uns Ideen entwickelt, die zeigen, wie Linienbeleuchtungen genutzt werden können, um einen solchen Mehrwert zu schaffen. Unser Seitenlichtfasersystem M-Fibre bietet Ihnen die Möglichkeit, diese Ideen in Serienprodukten zu realisieren.

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Leuchtende Pylonen - Unfallsicherung für Einsatzfahrzeuge

Pylonen dienen Polizei, Notarzt und Feuerwehr zur Absperrung und Warnung bei Gefahren im Straßenverkehr. Durch den Einsatz von weicherem Kautschuk als Grundmaterial und die Integration von Lichtelementen kann Gebrauch und Funktion von Pylonen deutlich verbessert werden. Dank des Kautschuks ist ein solcher Pylon in seiner Form flexibel und lässt sich platzsparend im Einsatzfahrzeug verstauen – bei Gebrauch wird er in Form gebogen und ist schnell einsatzbereit.

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Die integrierten, flexiblen Lichtelemente erhöhen die Weitenwirkung des Pylons und werden als aktive Lichtquelle gut wahrgenommen. Dies gilt zum einen, wenn grelles Blaulicht von Einsatzfahrzeugen blendet und von den Absperrungen durch die Pylonen ablenkt. Es gilt aber auch, wenn die selbst leuchtenden Pylonen im Dunkeln stehen – anders als konventionelle Pylonen, die mit Ihrer Reflektionsbeschichtung im Dunkeln nur dann sichtbar sind, wenn sie angestrahlt werden. Denkt man die Möglichkeiten moderner Lichtlösungen weiter, lässt sich die Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit durch dynamisches Licht wie Blinken oder eine Lauflichtfunktion noch weiter steigern. Der situative Wechsel der Lichtfarbe, z.B. gesteuert über einen Näherungssensor, oder die Integration von beleuchteten Symbolen in der Mitte des Pylons durch textile Lichtlösungen eröffnen zusätzliche Optionen.

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Zugangskontrolle im ÖPNV – Sicherheit und Usability

Der Erweiterung mit Licht kann bei modernen Zugangskontroll-Systemen die Usability der Nutzer verbessern und das Sicherheitspersonal bei seiner Arbeit unterstützen. Eine elegant integrierte Ampelfunktion führt den Nutzer intuitiv zu geöffneten Eingängen und hält ihn von gesperrten fern. Ein dynamisches Lauflicht verstärkt diese Wirkung. Dank der visuellen Unterstützung kann ein Überwachungsvorgang automatisiert werden. Kamerasysteme können auf Farbumschläge programmiert werden und entsprechen reagieren. Ein solcher Farbumschlag kann eine Foto- oder Videoaufnahme auslösen oder die automatische Speicherung veranlassen. Er kann eine automatisierte Nachricht oder ein Signal an das Sicherheitspersonal weiterleiten, das dann den „unberechtigten“ Nutzer anschließend beobachtet oder anderweitig agiert. Eine technische Störung, durch Blinken angezeigt, alarmiert auf diesem Wege nicht das Sicherheitspersonal, sondern den technischen Service. In zukünftigen, autonomen, öffentlichen Verkehrsmitteln gibt Licht ein Feedback für den Nutzer, ob er mit seiner Berechtigungsstufe (Fahrkarte etc.) das Fahrzeug nutzen kann.

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The Lighting Life Belt - Licht rettet Leben

Rettungseinsätze auf hoher Seegestalten sich in totaler Dunkelheit oft sehr schwierig. Die Gefahren der Unterkühlung und Desorientierung der Schiffsbrüchigen erfordern schnelles Handeln und gute Orientierung. Ein bewährtes Hilfsmittel ist hier der bekannte Rettungsring. Durch die Nutzung von Licht kann seine Funktion unterstützt und erweitert werden. Durch die vorgeschlagene Position von Lichtfasern auf beiden Seiten des Rettungsrings ist eine maximale Weitenwirkung gewährleistet – egal, auf welcher Seite er im Wasser landet. Da beide Seiten des Rettungsringes ausgeleuchtet werden, wird zudem die Reflektion des Wassers genutzt, um die Sichtbarkeit zu erhöhen und die Erkennbarkeit aus der Luft zu verbessern. Der eigentliche Nutzer des Rettungsringes, also der in-Not-geratene, findet einen zugeworfenen Ring nachts schneller und kann diesen gezielt anpeilen. Er selbst befindet nicht mehr in totaler Finsternis – sicher auch ein psychologischer Vorteil – und Schiffsbrüchige untereinander können sich besser lokalisieren.

Die Beleuchtung eines Rettungsrings ist aber auch an Land nützlich und sinnvoll, da sie schnelles und intuitives Handeln unterstützt. Zum Beispiel im Bereich von Privat- oder Hotel-Pools, in denen nicht immer und zu jeder Zeit geschulte und erfahrene Retter zum Einsatz kommen. Auch dort zählt im Notfall jede Sekunde. Ein an einer Ladestation hängender, ausreichend hell leuchtender Rettungsring wird so im Notfall auch von nicht ortskundigen Helfern sofort gefunden. Bei Lösung aus der Ladestation oder über einen Gyrosensor gesteuert, wird die Helligkeit des Lichts für die Phase der aktiven Nutzung im Notfall maximiert.

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Rauchmelder oder Lautsprecher – Mit mehr Sinnen kommunizieren

Dank Lösungen mit produkt-integriertem Licht können Produkte mit einer weiteren Kommunikationskomponente kostengünstig ausgestattet werden. Physisch eingeschränkte Nutzer, zum Beispiel Gehörlose oder Gehörgeschädigte erhalten durch den Einsatz von Licht ein eindeutiges Feedback. Zudem können mit Licht multiple Zustände wie Temperatur, Betriebsstörung oder Akkustand deutlicher kommuniziert werden, als dies auf rein akustischem Wege möglich wäre. Aber auch für Menschen ohne Einschränkungen des Hörsinns bietet die Kommunikation über optische Signale Vorteile. Dies gilt vor allem in einer Umgebung mit hohem Geräuschpegel oder Lärm. Verkehr, Baustelle, Konzert oder Clubs und Bars sind hier (ein)leuchtende Beispiele.

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Smart Luggage - Warum Dein Gepäck leuchten sollte

Ein Smart Luggage wird durch eine an der Außenseite integrierte Seitenlichtfaser in Kombination mit einem RGB-LED-Modul und einer entsprechenden Steuerung, z. B. per App, einfach individualisierbar. Das eigene Gepäck wird so auf dem Band des Flughafens schneller erkannt, wenn man es leuchten lässt. Freidefinierbare Funktionen erhöhen den Individualisierungsgrad und die Wiedererkennung. Zudem könnte ein Koffer per Licht anzeigen, ob dieser „Vergessen“ oder gestohlen wurde. Sobald sich der Koffer vom zugeordneten Nutzer entfernt, wechselt der Lichtzustand und sendet ein akustisches Signal. Eine zur Stromversorgung der LEDs im Koffer integrierte Powerbank kann auch zum Laden des Handys genutzt werden.

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Platziert man eine segmentale oder vollständige Beleuchtung im Inneren des Koffers, erleichtert dies den kurzen nächtlichen “Check“ oder das Suchen nach wichtigen Gegenständen, ohne das Hauptlicht des Raumes aktivieren zu müssen. Mitreisende oder Partner werden somit nicht durch grelles Licht beeinflusst. Den gleichen Zweck erfüllt das integrierte Licht auch für einem Rucksack-Touristen, wenn dieser nachts das Mehrpersonenzimmer eines Hostels bezieht oder verlässt. Und auch Campingfans wissen so etwas ganz sicher zu schätzen.

Nutzt man die Beleuchtung außen am Rucksack oder klappt die innen vorhandene bei Bedarf nach außen und schaltet sie per Foto- und Gyrosensor nur dann an, wenn man im Dunkeln unterwegs ist, erhöht das Licht die Sicherheit des Nutzers. Mit Hilfe dieser oder ähnlicher Lichtlösungen lassen sich eine Vielzahl von Szenarien abdecken.

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Der Lounge Chair wird zur „Lichtgestalt“

Seitenlichtfasern sind dünn, flexibel und formbar. Dadurch sind sie prädestiniert für den Einsatz in Produkten, bei denen sich die Licht-emittierende Komponente eines Beleuchtungssystems bei der Nutzung des Produktes in gewissem Grad „mitbewegen“ muss. In Kombination mit dem hohen Individualisierungsgrad einer RGB-Farblicht-LED eigenen sie sich gut, um Polstermöbel individuell in Szene zu setzen. Ob das Möbel in der Lobby im Hotel-eigenen CI erstrahlt, der Designer den Form- und Flächenverlauf hervorhebt oder das Licht im öffentlichen Raum anderen Nutzern angezeigt, ob ein Platz besetzt, gebucht oder frei ist – eine individuell einstellbare Lichtfarbe und die Möglichkeit, diese situativ zu ändern, sind sehr nützliche Features für die Individualisierung von Möbeln.

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Diese Möglichkeit der Individualisierung kann auch in mietbaren Veranstaltungsmöbel, z. B. in Sesseln, Stühlen, Tischen oder Ausstellungsvitrinen, genutzt werden. Bei Messen, Ausstellungen oder Events wie einer Hochzeit lassen sich farblich neutral gehalten Möbel mit Licht an die primäre Akzentfarbe der Veranstaltung oder die CI eines einzelnen Ausstellers anpassen. Im Dunkeln oder starker Dämmerung zeigt sich ein weiterer Effekt: Das Möbel, im Dunkeln unsichtbar, ist nun nur noch in seinen beleuchteten Konturen sichtbar – es wandelt sich so zu sagen zu einer reinen „Lichtgestalt“. Zudem könnte man auch in die Flächen des Möbels Licht integrieren, das nur zu einem geeigneten Zeitpunkt eingeschaltet wird.

Das Licht dient dann dazu, die Szenerie der Veranstaltung ästhetisch und emotional aufzuladen, um so ihre Dramaturgie zu unterstützen. Denkt man an die Beleuchtung von Sitz- und anderen Möbeln im öffentlichen Raum, so wird schnell klar, dass integriertes Licht auch hier nützlich und vielseitig einsetzbar sein kann. Durch die zusätzliche Visualisierung können in öffentlichen Verkehrsmitteln Prozesse des Personals, aber auch der Reisenden intuitiver und automatisierter ablaufen.

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Licht in Treppe, Handlauf, Geländer – Sicherheit und Orientierung

Wer kennt das nicht: Im Dunkeln übersieht man schon einmal eine Stufe, stolpert die Treppe hoch oder fällt im schlimmsten Fall dieselbe hinunter. In den meisten Fällen ist dies ärgerlich, vielleicht schmerzhaft, geht aber oft glimpflich aus. Anders sieht dies bei älteren Menschen aus. Zum einen ist hier öfter als bei jüngeren die Sehfähigkeit – auch und gerade im Dunkeln – eingeschränkt, zum anderen haben Stürze bei Ihnen leider oft weitreichende negative Folgen.

Es ist daher offensichtlich, dass durch die Integration von beleuchteten Linien eine deutliche Steigerung der Sicherheit auf Wegen und Treppen erreicht werden kann. Dies gilt sowohl für den privaten, wie den öffentlichen Bereich. Integriert in Treppe, Handlauf, Geländer oder Boden, leuchten diese Linien auf direkte oder indirekte Weise dauerhaft eingeschaltet oder via Bewegungssensor aktiviert. Zudem helfen derartige Beleuchtungen dabei, sich im Dunkeln in unbekanntem Terrain wie einem Hotel oder Krankenhaus schneller und besser zu orientieren.

Aber auch in diesem Beispiel hat Licht nicht nur harten, funktionalen Nutzen. Wie so oft, wenn man Licht in Produkte integriert, berührt dies auch die Ästhetik des Produktes selbst und hat Einfluss auf Ästhetik des umgebenden Raums. Licht ermöglicht einen individuellen Look und lässt sich an die Ästhetik eines Raum- oder Wohnkonzepts anpassen. Die Helligkeit kann zeitlich oder über optische Sensoren in Abhängigkeit von der Umgebungshelligkeit gesteuert und die Lichtfarbe an praktische oder ästhetische Bedürfnissen angepasst werden. Die Einsatzgebiete für dieses Konzept sind vielfältig: Ob in Seniorenheimen oder WGs, im Eigenheim, dem Treppenhaus einer Firma in leuchtenden CI-Farben oder zur Kennzeichnung von Rettungs- und Fluchtwegen. Licht leitet und begleitet sicher und zuverlässig, sorgt gleichzeitig für Orientierung und erfüllt zudem ästhetische Funktionen.

Individualisierung, Komfort, Orientierung, Sicherheit, Kommunikation, Usability, Ästhetik und Emotion – die oben beschriebenen Beispiele zeigen, dass produkt-integriertes Licht in vielen unterschiedlichen Produkten des Konsum- und Investitionsgüterbereichs zu einem signifikanten Mehrwert führt. Oder wie Designer Martin Schmidt es ausdrückt: „Dank moderner Lichtsysteme besteht mehr kreativer Freiraum um Produkte erwartungskonformer, aufgabenangemessener und selbstbeschreibungsfähiger gestalten zu können.“ Eine Möglichkeit, diesen kreativen Freiraum zu nutzen, ist M-Fibre. Als Seitenlichtfasersystem ist es prädestiniert für die Realisierung direkt einsehbarer funktionaler, aber auch dekorativer Linien- oder indirekter Ambientebeleuchtungen.

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Kurzportrait Martin Schmidt

Martin Schmidt (geb. 1989 in Nürnberg) ist Produkt- und Industriedesigner und lebt in Essen. Nach Abschluss seines Studiums (2016) an der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) arbeitet er als Industriedesigner bei der ifm electronic gmbh in Essen an der Gestaltung zukunftsweisender Produkte im Bereich der Industrie-Sensorik. Im Jahr 2019 folgte eine Weiterbildung zum zertifizierten Usability Engineer am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik. Martin Schmidt ist Mitglied im VDID – Verband Deutscher Industriedesigner e.V. und engagiert sich dort als Delegierter in der Regionalgruppe Nordrhein-Westfalen. In seinem eigenen Designbüro „Martin Schmidt – Industrial Design & Usability Engineering“ konzentriert er sich auf effiziente und zufriedenstellende Produktgestaltung nach ISO-9241. Hier unterstützt er kleine und mittelständische Unternehmen in den Bereichen Recherche, Konzeption und Gestaltung aus der Perspektive des jeweiligen Nutzers. Mehr Informationen zu Martin Schmidt finden Sie auf www.martinschmidt-design.com